Hub-to-Hub Transport mit autonomen Transportsystemen

Autonome Transportsysteme werden den Hub-to-Hub Transport künftig vereinfachen.

In einem praxisnahen Use-Case wird in Oberösterreich mit den beiden  Projektpartner BRP Rotax und der Spedition SCHENKER auf einem öffentlichen Verkehrsabschnitt mit einem autonomen Transportfahrzeug nach einer alltagstauglichen und witterungsunabhängigen Hub-to-Hub Logistikanwendung geforscht. Gegenwärtig befahren herkömmliche LKW mehrmals täglich exakt dieselbe Wegstrecke Hub-to-Hub zwischen den beiden Unternehmen BRP-Rotax und der Spedition SCHENKER. Bis 2023 soll ein autonomes Transportsystem integriert werden, bei dem ein voll autonomes Transport-Shuttle (Level 5) eine ca. 600 Meter lange Wegstrecke zurück legen muss. Das Be- und Entladen ist im Projekt bereits als automatisiertes Manöver mit intergiert.

Projektziel des autonomen Transportsystems (Hub-to-Hub)

Das herausfordernde Projektziel ist die Umsetzung eines realen und automatisierten Transportsystems unter schwierigen Wetterbedingung und einem 24h Einsatz, sieben Tage die Woche. Nur so kann maximale Effizienz, Sicherheit und eine Senkung der CO2-Emissionen mit einem autonomen Transport-Shuttle gewährleistet werden.

Die Strecke die mit dem autonomen Transportsystem realisiert werden soll.

Für das autonome Transportsystem wurde eine 600m lange Wegstrecke definiert. Auf diesem Abschnitt soll bis 2023 ein fahrerloses Transport-Shuttle Hub-to-Hub völlig autonom verkehren können.

Besondere Herausforderungen von autonomen
Transportsystemen im öffentlichen Verkehrsraum.

Um ein autonomes Transportsystem Hub-to-Hub auch im öffentlichen Verkehr einsetzen zu können, bedarf es neben modernster Fahrzeugtechnologien, zahlreicher rechtlicher Genehmigungsprozesse sowie die Sicherstellung der Verkehrssicherheit auf der rund 600m langen Strecke. Digitrans setzt dabei unter anderem auf die intelligente Vernetzung aller Verkehrsteilnehmer und ein C-ITS gesteuertes Ampelsystem. Damit kann das autonome Transport-Shuttle diese komplexen Verkehrsszenarien vorhersehen und rechtzeitig reagieren. Nur so kann ein autonomes Transportsystem sicher und alltagstauglich gemacht werden.

Skizze Wegverlauf autonomes Transport Shuttle

Die besondere Herausforderung des autonomen Transport-Projekts besteht in der Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. So muss das autonome Transport-Shuttle den Vorrang bei Ein- und Ausfahrten berücksichtigen, eine ungeregelte Kreuzung passieren und auf sämtliche unvorhersehbare Ereignisse anderer Verkehrsteilnehmer reagieren können.

Witterungsunabhängige, autonome Transport-Shuttles sind in Europa gefragt.

Viele der bisher getesteten autonomen Transportsysteme und Anwendungen haben schwierige Witterungsbedingungen –  wie sie in unseren Breitengraden des Öfteren vorkommen – zu wenig berücksichtigt. Die Sensoren, wie auch die Software des autonomen Transportfahrzeuges müssen aber ebenso bei schwierigen Straßenverhältnissen wie: Regen-oder Schneefahrbahnen, Glätte, schlechter Sicht und Windböen verlässlich und sicher funktionieren. Deshalb ist es auch Ziel der Digitrans hier optimale Testumgebungen aufzubauen, um das Testen unter widrigen Fahrbahn- und Witterungsverhältnissen für solche autonomen Transportsysteme und autonome Fahrzeugtechnolgien zu ermöglichen.

Autobahn bei Nebel und schlechter Sicht
Regen auf Fahrzeugscheibe
Schneefahrbahn in der Nacht

Komplexe autonome Transportsysteme in der realen Verkehrspraxis.

Digitrans unterstützt und organisiert gemeinsam mit zahlreichen internationalen Partnern die gesamte Testkonzeption zur Realisierung von Real-Life-Testungen im erwähnten Streckenabschnitt und auf einer Teststrecke für autonomes Fahren in St. Valentin. Künftig wird man auf dem Testareal mit einer Outdoor-Regenanlage unterschiedliche Niederschlagsmengen und Tropfengrößen steuern können. Geplant ist auch eine Hub Zone zum Testen von unterschiedlichen Andockmanövern von fahrerlosen Transportfahrzeugen. Das Testen von autonomen Transportsystemen und Hub-to-Hub Logistikanwendungen lässt sich so auch auf einem abgeschlossenen Testgelände unkompliziert und realitätsnah umsetzen.

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